JA zum Bürgerentscheid: Zukunftsfähige Lösung für die FH, Grünzug am Alandsgrund schützen!
Am 27. Juli 2008 entscheiden die Würzburger Bürgerinnen und Bürger über einen Neubau zur FH-Erweiterung am Sanderheinrichsleitenweg oberhalb des Alandsgrunds.
Der Kreisverband Würzburg von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt die Bürgerinitiative in ihrem Begehren, eine überholte Planung aus dem Jahr 1997 zu korrigieren.
Ein Bürgerentscheid verhinderte 1996 die geplante Erweiterung der FH ins Gebäude des Röntgengymnasiums. Auch damals stand die Drohung im Raum, die FH-Erweiterung werde nach Schweinfurt abwandern, wenn nicht schnell eine Lösung gefunden werde. Trotz großer Bedenken vieler Stadträte und trotz Protesten von Bürgern und Naturschützern gab der Stadtrat grünes Licht für
den FH-Bau am Sanderheinrichsleitenweg. Seit 2004 hat der Freistaat bereits hier Baurecht, das er trotz der drangvollen Enge in den FH-Gebäuden nicht nutzte. Die doppelten Abiturjahrgänge und steigende Studierendenzahlen waren damals schon absehbar.
Nachdem 2006/2007 das Freiwerden der Leighton-Barracks bekannt wurde, zielten verschiedene Stadtratsanträge (Oktober 2006, April und Juni 2007, Februar 2008) auf eine Umplanung des Freistaats. Auch Landtagsabgeordnete setzten sich bei Kultusminister Goppel für die Prüfung von Alternativen ein. Vergeblich! Im September 2007 entschied Minister Goppel: Die FH wird am Sanderheinrichsleitenweg gebaut. Im November 2007 bildete sich die Bürgerinitiative. Erst im März 2008 sicherte Minister Goppel die Gelder für den FH-Neubau, die bis dahin nicht im Landeshaushalt vorgesehen waren.
Künftig soll die FH auf drei Standorte konzentriert werden: Sanderheinrichsleitenweg, Münzstraße und Röntgenring. Laut Minister Goppel könnte eine später notwendige FH-Erweiterung auf dem Gebiet der Leighton-Barracks erfolgen – dann als viertem Standort.
Die FH ist ein wichtiger Standortfaktor in Würzburg! Die Grünen begrüßen die Erweiterung der Studienplätze und teilen den Wunsch der FH nach einer schnellen baulichen Verbesserung. Die bestehenden Bauten sind zu klein, zersiedelt und teilweise baufällig. Auch die Problematik der doppelten Abitur-Jahrgänge 2010/2011 ist uns bekannt.
Ziel der Bürgerinitiative, wie auch der vergeblichen Stadtratsanträge, war immer die Suche nach einer besseren und zukunftsfähigen Lösung für die FH! Der Freistaat sollte aufgefordert werden umzuplanen, schnelle bauliche Zwischenlösungen im Stadtgebiet zu suchen (mit tatkräftiger Unterstützung der Stadt) und die FH-Erweiterung langfristig im Gebiet der Leighton-Barracks zu verwirklichen.
Der FH-Standort am Sanderheinrichsleitenweg ist eine Fehlplanung angesichts der riesigen freiwerdenden Flächen in den Leightons und vieler derzeit leer stehender Gebäude, die als Zwischenlösung in Frage kämen, wie beispielsweise das Siemensgebäude in der Mergentheimer Straße.
- Der Standort liegt am Hang inmitten des klimatisch wichtigen Grünzugs Hubland-Sieboldswäldchen-Alandsgrund.
- Der Bau der FH wird den Druck verstärken, weitere Bebauung in diesem landschaftlich wertvollen Gebiet zuzulassen. Schon jetzt gibt es weitere Bauwünsche, beispielsweise ein Discounter am Sanderheinrichsleitenweg.
- Der Standort liegt südlich der Hubland-Uni. Dagegen entwickelt sich der Uni-Campus nördlich in Richtung Leighton-Barracks. Eine wünschenswerte Zusammenarbeit von FH und Uni wird dadurch erschwert.
- Der Standort ist derzeit nicht überzeugend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Uni-Buslinie 10 ist heute schon überlastet. Der entstehende PKW-Verkehr würde die Wohngebiete in der Keesburg belasten.
Der neu entstehende Stadtteil Leighton-Hubland bietet die ideale Lösung für alle künftigen Erweiterungen von Uni und FH. Dort soll ein Campus entstehen, der neben beinahe unbegrenzten Erweiterungsmöglichkeiten elementare Strukturen für eine Hochschule bietet. So könnten dort eine neue Mensa, mehrere zentrale Einrichtungen und auch Studentenwohnheime errichtet werden. Eine Anbindung an die künftige Straßenbahnlinie 6 wäre sicher. Die Teile der FH, die nicht dauerhaft in der Innenstadt verbleiben, könnten sukzessive auf das Gelände verlagert werden und die Probleme der heute
bestehenden Zersiedelung gelöst werden.
Die gesammelten 6000 Unterschriften für den Bürgerentscheid zeigen die Bedeutung dieses Themas für die Bürgerinnen und Bürger Würzburgs. Sie wollen eine zukunftsfähige Lösung für die Erweiterung der FH! Angesichts der riesigen Flächen auf dem Leighton-Areal – einer einmaligen Chance für die Hochschulentwicklung – ist es ein Gebot der Vernunft, eine überholte Planung von 1997 aufzugeben und eine bessere Lösung im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu suchen. , die unnötige Versiegelung von Freiflächen vermeidet. Wo ein politischer Wille ist, findet sich auch ein Weg!
Darum empfehlen wir ein JA zum Bürgerentscheid 1, ein NEIN zum Bürgerentscheid 2 und bei der Stichfrage ein JA zum Bürgerentscheid 1.


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