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30Aug

Fahren und Heizen – bald unbezahlbar? Veranstaltung mit Hans-Josef Fell

Die Grünen in Stadt und Landkreis laden ganz herzlich ein zu einem Vortrag mit dem Bundestagsabgeordneten und Energieexperten Hans-Josef Fell. Steigende Energiepreise belasten private und öffentliche Haushalte immer stärker.
Die CSU führt eine überflüssige Debatte über die Wiedereinführung der, von ihr selbst (mit-)abgeschafften, alten Penderpauschale. Diese Pauschale kommt nur einem kleinen Teil der Bevölkerung zu Gute. Studierende, Rentner, Geringverdiener, Arbeitslose und Selbstständige haben davon nichts. Viel mehr fehlen diese Mittel in anderen wichtigen Bereichen, wie beispielsweise dem Öffentlichen Personennahverkehr. Die SPD will ein Pendlergeld und eine Energiebeihilfe. Das Pendlergeld nimmt zwar alle oben genannten Gruppen mit – aber was nutzt die Subventionierung von Energie, wenn die Preise immer weiter steigen? Wer soll das langfristig bezahlen?  Das sind keine Lösungen für die Zukunft sondern ein paar Tropfen auf den heißen Stein. Wie dagegen die Grünen Ideen für eine bezahlbare warme Wohnung für Jeden und die Mobilität für alle, auch in der Zukunft, aussehen, erklärt der Grüne Energieexperte in seinem Vortrag: “Fahren und Heizen – bald unbezahlbar?”.
Die Veranstaltung findet am Samstag, den 30. August um 19:30 Uhr in der Gaststätte der Mainfrankensäle in Veitshöchheim statt.

29Aug

Viel Zeitaufwand für Bürokratie – Mit Elisabeth Scharfenberg im Senioren-Pflegeheim

Gemeinsam mit Elisabeth Scharfenberg, der pflegepolitischen Sprecherin der Fraktion B90/ Die Grünen im Bundestag, besuchten die Landtagskandidaten der Grünen Matthias Gauger und Martin Heilig das Caritas-Seniorenheim St. Hedwig in Veitshöchheim. Auch Michael Gerr, grüner Stadtrat in Würzburg und Bezirkstagskandidat, sowie Kreisrätin Karen Heußner konnten sich bei dieser Gelegenheit über die Situation im Senioren-Pflegeheim informieren.
Bei einem Rundgang fielen die freundlichen, hellen Einzelzimmer positiv ins Auge. Die Bewohner haben hier ihren wichtigen privaten Rückzugsbereich, den sie auch persönlich gestalten können. Für gemeinsame Aktivitäten stehen verschieden Räume zur Verfügung, die aber vor allem dann genutzt werden, wenn gezielte Angebote wie Gedächtnistraining und ähnliches auf dem Plan stehen. Beliebte Abwechslung bringen Anregungen von außen. Besuche von Schulklassen und Kindergartengruppen, sowie Aktivitäten des Senioren-Arbeitskreises, des Seniorenbeirats und gemeindliche Veranstaltungsangebote.
Im Mittelpunkt der Besichtigung stand jedoch die Frage, mit welchen Problemen sich die Pflegeeinrichtung auseinander zu setzen habe.
Die Sicherstellung der Pflege, berichtete Gudrun Thilo, Leiterin des Pflegeheims, bedürfe eines hohen Zeitaufwandes für die Bürokratie. Der Personalschlüssel sei sehr knapp bemessen . Ohne die Unterstützung Ehrenamtlicher könne die Qualität kaum gehalten werden. Martin Heilig und Matthias Gauger fragten hierzu nach, wie der Vorstoß der Bundesregierung, Langzeitarbeitslose in die Pflege Demenzkranker einzubeziehen, gesehen werde. Die sei, so Thilo, aus verschiedenen Gründen problematisch. Ungenügende Ausbildung und daher mangelnde Befähigung zu dieser psychologisch sehr anspruchsvollen Tätigkeit seien zu befürchten und würden letztlich den Demenzkranken nicht helfen: Gerade sie bedürften gut geschulter Bezugspersonen, die langfristig zur Verfügung stehen sollten.
Elisabeth Scharfenberg, selbst ausgebildete Sozialarbeiterin, erläuterte, dass vorgesehen sei, nach psychologischer Eignungsfeststellung eine Zusatzkraft für 25 Demenzpatienten zur Einstellung vor zu sehen. Die Ausbildung umfasse gerade mal 100 Theorie- und 60 Praxisstunden und schließe kaum den Erwerb geronto-psychiatrischer Kenntnisse, die bei Demenz unerlässlich seien, mit ein.
„Bei der Definition des Begriffs ´Pflegebedürftigkeit` ist Demenz immer noch nicht aufgenommen.“, so Scharfenberg. Viele Patienten seien durchaus in der Lage, sich zu waschen, anzuziehen oder zu essen – aber sie vergäßen es einfach, wenn sie niemanden hätten, der sie daran erinnere. Damit seien die üblichen Maßstäbe zur Prüfung der Pflegebedürftigkeit nicht anwendbar. „Mit dem Plan, Langzeitarbeitslose als Pflegehelfer einzusetzen, werden die wirklichen Bedürfnisse der Senioren nicht erfasst “ kritisierte Elisabeth Scharfenberg.
Viele Menschen jedoch wollen den Lebensabend nicht mehr in einem Pflegeheim verbringen. Hierzu forderte Elisabeth Scharfenberg, alternative Modelle stärker zu unterstützen, wie Alterswohngemeinschaften oder generationenübergreifendes Wohnen. Bezirkstagskandidat Michael Gerr stimmte ihr zu und bekräftigte: „Es gibt bereits eine Vielzahl von Konzepten für selbstbestimmtes Wohnen im Alter mit ambulanter Pflege und Unterstützung. Diese Möglichkeiten müssen auch im Bezirk Unterfranken stärker gefördert werden.“

28Aug

Probleme vor Ort erkennen – Grünen-Landtagskandidat in Thüngersheim

Zum Stammtisch mit dem Landtagskandidaten Matthias Gauger lud die grüne Kreisrätin Karen Heußner in Thüngersheim ein. Auf dem Biowinzerfest hatten die Thüngersheimer Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich aus erster Hand über Grüne Politik zu informieren und zu diskutieren.
Im Mittelpunkt stand dabei die geplante Westumgehung B26n. Die Thüngersheimer befürchten eine immense Lärmbelästigung, sowie die Zerstörung der Landschaft. „Eine spürbare Verkehrsentlastung wird man in der Region nicht feststellen.“, meint der Würzburger Landtagskandidat. Viel mehr müsse man wegkommen vom Irrglaube, Straßenbau sei Wirtschaftsförderung. Gute Standortpolitik in der heutigen Zeit bedeute, Strukturen zu schaffen, die Mobilität fernab des Autos ermöglichen. Der Bau der B26n ist mit mindestens 380 Millionen Euro veranschlagt. Neubauten in den letzten Jahren bewiesen, dass die tatsächlichen Kosten später meist doppelt so hoch seien. „Dieses Geld für die nächsten 20 Jahre in den ÖPNV investiert, schützt die Umwelt, erhöht die Mobilität der Bürger und steigert die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes.“, so Gauger. Im Jahr 2007 sei der Öffentliche Personennahverkehr in Unterfranken mit 19,2 Millionen vom Landtag gefördert worden. Dies zeige, laut Gauger, deutlich, welche Rolle der Umstieg auf Bus und Bahn für die Staatsregierung spiele – nämlich keine! Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis seien künftig stärker denn je auf diese Verkehrsmittel angewiesen. „Wir brauchen einen leistungsfähigen, kostengünstigen und attraktiven ÖPNV!“, fordert der Grüne, der im Landkreis um die Zweitstimmen wirbt. Er wolle sich künftig im Landtag vordringlich um eine bessere Infrastruktur für den Landkreis Würzburg kümmern. Dazu zählt er auch eine umfassende und flächendeckende Versorgung mit DSL-Breitbandanschlüssen und der Erhalt der Schulen vor Ort. Denn auch in Thüngersheim, so berichteten Bürger, befürchte man mittelfristig die Schließung der Grundschule. Das Grüne Bildungskonzept, das eine längere gemeinsame Schulzeit fordert, sei nicht nur pädagogisch sinnvoll. Es ermögliche auch den Erhalt der Schulen in kleineren Gemeinden.
Wichtig sei es ihm mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen, so Gauger. „Man muss die Probleme vor Ort kennen um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern nach Lösungen suchen.“

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